Update 27.02.2009

Peugeot-20Cup
JELULI

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Peugeot 20Cup: Zirkuslöwe

Die grundsätzliche Idee, die im 20Cup steckt stammt aus fremden Quellen. Vom Morgan Threewheeler bis zum Mercedes-Benz F 300 Life Jet hat es immer wieder Dreiräder gegeben, die sportlich waren oder als "visionär" galten. Vor allem an die Tradition der Briten knüpft der 20Cup mit seinem ein auf Leistung ausgelegten Layout an.

Ein Monocoque aus Carbon nimmt das tief liegende Fahrwerk und die mechanischen Komponenten auf. In dem zweisitzigen, getrennten Cockpit sitzt man direkt über der Straße. Durch die geringe Bauhöhe und den quer eingebauten Frontmotor wird der Schwerpunkt abgesenkt und Gewicht auf die angetriebene Vorderachse gebracht.

Die Einarm-Hinterachsschwinge dient lediglich der Führung des Fahrzeugs. Der untere Bereich der Karosserie ist als Diffusor ausgestaltet, um den Abtrieb an der Vorderachse zu verbessern. Das Fahrwerk besteht an der Vorderachse aus doppelten Dreiecksquerlenkern mit entkoppeltem Achsschenkel und regelbarem Kurvenstabilisator. Das Hinterrad ist in einer Einarmschwinge mit einer Feder-/Dämpfereinheit aufgehängt, deren Kennung sich über eine Schaltwippe variieren lässt.

Der Motor stammt aus der Kooperation zwischen PSA Peugeot Citroën und der BMW Group und kommt erstmals bei Peugeot zum Einsatz. Bei dem noch im Prototypenstadium befindlichen Motor handelt es sich um einen Vierzylinder-Vierventiler mit Benzin-Direkteinspritzung, Turboaufladung und zwei obenliegenden Nockenwellen. Im 20Cup leistet er 170 PS und ein maximales Drehmoment von 240 Nm. Ein sequenzielles, klauengeschaltete Sechsgang-Schaltgetriebe wird über Paddles am Lenkrad betätigt.

Das Fahrzeug wird über eine Zahnstangenlenkung gesteuert, am Lenkrad sind die Schaltwippen angebracht; in seiner Mitte zeigt ein Touch-Screen ein unabhängig von der Lenkradstellung horizontales Bild an, das je nach Einschlagwinkel neu berechnet wird. Über dieses Display können beispielsweise zur Unterstützung des Fahrers die Quer- und Längsbeschleunigungswerte eingeblendet werden. Daneben sind sämtliche Kontrollleuchten des Fahrzeugs in das Display integriert.

Die Karosserie ist in Metallic Schwarz oder Opak Weiß lackiert und weist auch unverkleidete Carbonflächen auf; die Wölbung der vorderen Kotflügel ziert ein Löwenkopf. In Längsrichtung verläuft ein roter Streifen über die Karosserie. Das Cockpit ist mit schwarzem Leder bezogen. Gurtkraftbegrenzer an allen Sitzplätzen.

Der 20Cup steht auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern. Das Hinterrad ist ein so genanntes „Käfig“-Rad mit zwei abnehmbaren Speichenkränzen. Vorne sind Reifen der Größe 210/65 R18 aufgezogen, hinten ein Reifen der Dimension 377/71 R18.

Der dreirädrige Peugeot ist wie eine "Daily Soap" Hier wird ordentlich auf die Pauke gehauen, ohne auf Stimmigkeit, Ästhetik oder einen bleibenden Eindruck zu setzen. Morgan-Dreiräder sind perfekt, weil Technik und Form auf den Punkt gebracht wurden. Der 20Cup ist dagegen nur grotesk, weil formal nichts wirklich passt und der Show der Vorrang gegeben wurde